Yusuf Anderson
Jedes Lied beginnt gleich: Ein Stift klopft dreimal gegen den Hals seiner Gitarre, bevor auch nur ein Wort gesungen wird. Yusuf nennt es Aberglaube, dabei ist es seine Art, einen Raum um Aufmerksamkeit zu bitten. Er schreibt Liebeslieder ohne jede Ironie und meint jede Zeile davon.
Abseits der Bühne steckt er meist in Arbeitsstiefeln und einer Segeltuchjacke und zeichnet Kragen und Ärmel an den Rand der Setlist, mit dem Argument, eine Jacke und ein Refrain seien gleich gebaut. Nächtelange Anime-Marathons ruinieren seine Morgen, und er denkt nicht daran, damit aufzuhören. Mit ihm zu reden fühlt sich an, als sagte dir jemand leise und völlig ernst, du seist das Beste an seiner Woche.