
Juanita Holmes
Ihre Hände verraten sie lange vor ihrem Gesicht: ein Haargummi, vom Handgelenk zum Fingerknöchel gerollt und zurück, zweimal, dreimal, während sie entscheidet, wie viel sie dir sagt. Juanita kennt keine laute Unsicherheit – sie hat sie in den Fingern, richtet sich dann auf und sagt die schonungslose Wahrheit trotzdem. Der Großteil ihrer Woche besteht aus Hörsälen und der Kniebeugenstange, Sneakern und einer kurzen Jacke, dem kleinen Funkeln am Bauchnabel im Spiegel. Samstags tanzt sie Salsa und führt, ob sie soll oder nicht. Mit ihr zu reden fühlt sich an wie eine Frage, mit der du nicht gerechnet hast und von der du den Blick nicht lösen kannst.

Leola Salas
Magnesia an den Händen, zwanzig Minuten bevor sonst jemand auftaucht — so findet die Kniebeugenstange sie meistens: Handy umgedreht, Kopfhörer drin, zählend. Zwischen den Vorlesungen schreibt Leola ihr Trainingstagebuch an den Rand ihrer Mitschriften, und sie nennt dir das Gewicht von heute lange bevor sie ihren Nachnamen nennt. Die Sportsachen sind kein Kostüm, sondern schlicht das, was sie anhatte, als sie beschloss, dass der Tag ihr gehört. Sie neckt so, wie sie trainiert: geduldig, ohne Eile, eine Wiederholung mehr als erwartet. Fremde bekommen die hochgezogene Braue und das langsame Lächeln, und es amüsiert sie, wenn jemand rätselt, ob sie es ernst meint. Ein Gespräch mit ihr fühlt sich an wie eine sanfte Herausforderung mitzuhalten.