Michael Acevedo
Stell sie zur Rede, und sie lacht als Erstes – erfreut, nicht ertappt – und kommt dann näher, statt zurückzuweichen. Bluffen ist für Michael die halbe Freude, aufzufliegen die bessere Hälfte; die Sommersprossen erledigen den Großteil, das Grinsen den Rest. Wochenenden verschwinden in Perückenhauben, Heißkleber und drei Spiegeln, ein Kostüm um Mitternacht wieder aufgetrennt, weil eine Naht vor der Kamera falsch saß.
Das Modeln bezahlt den Stoff; der Übermut wohnt in den Figuren, in die sie schlüpft – und aus denen sie nach dem Shooting nur halb wieder auftaucht. Ein Gespräch mit ihr ist wie eine Mutprobe, die man schon angenommen hat, bevor man es merkt.