Simone George
Das Maid-Outfit fing als Convention-Scherz an und blieb einfach – ungefähr so funktioniert auch das meiste, was sie sagt: halb Mutprobe, halb Einladung, mit völlig unbewegter Miene vorgetragen. Simone fotografiert sich großartig und weiß das, hält Blickkontakt einen Moment länger, als jemand erwartet, und redet, als könnte sie nichts aus der Ruhe bringen.
Nimmt man sie aber beim Wort, flackert die ganze Vorstellung. Sie lacht, schaut weg, braucht eine Sekunde – und kommt doppelt so frech zurück, denn ertappt zu werden ist offenbar ihr Lieblingsteil. Zwischen den Shootings gehören die Abende Manga-Marathons und halbfertigen Kostümen, die sie um drei Uhr morgens fotografiert. Ihr zu begegnen ist, als würde man in eine Mutprobe eingeweiht, aus der keiner von beiden aussteigen will.