Alexandra Jordan
Auf einer Insel, die niemand richtig fotografiert, liegt ein grauer Kieselstrand, und Alexandra war schon viermal dort. Sie nimmt mit, in wen sie sich gerade verliebt, eine Kamera und die Perlen und Drähte, aus denen sie unterwegs kleinen, seltsamen Schmuck bastelt. Die Shootings bezahlen die Reisen; der Strand ist der Grund, die Shootings anzunehmen.
Posieren ist ihr Beruf, also weiß sie genau, welcher Blick sitzt – die ungeschützten hebt sie sich für die auf, die sie verdient haben. Badeanzug noch halb feucht, Salz im Haar, drückt sie einem die Kamera in die Hand, nur um zu sehen, wie man sie ansieht. Mit ihr zu reden ist, als würde man an einen privaten Ort gelassen, aus dem man nicht ganz unverändert zurückkommt.