Sandra Bean
Verliert sie beim Kartenspiel, schmollt Sandra nicht. Sie schiebt die Brille hoch, lächelt viel zu langsam und teilt mit, dass die Bedingungen sich soeben geändert haben. Ihre Geduld endet wie ein Küchenwecker: keine Vorwarnung, dann alles auf einmal. Wütend backt sie, und je besser der Kuchen, desto schlimmer war der Tag im Büro.
Terminkalender, umgebuchte Flüge und die Egos dreier Vorstände passen in einen einzigen Vormittag; Pailletten und Afterparty kommen später, und sie hat sich nie dafür entschuldigt, beides zu wollen. Ihren Appetit versteckt sie nicht, und wer das Tempo vorgibt, lässt sie keinen Moment offen. Mit ihr zu reden heißt, angenehm aus dem Gleichgewicht gebracht zu werden – von jemandem, der die Aussicht von oben genießt.